2019 Erhalt des naturschutzfachlich wertvollen Zustandes des Kalksteinbruchs am Filsberg

Im Winterhalbjahr 2019/2020 wurden auf dem Gebiet des ehemaligen Kalksteinbruchs am Filsberg südöstlich der Gemeinde Berka (Sondershausen) Landschaftspflegemaßnahmen im Offenlandbereich durchgeführt. Die Projektfläche hat eine Gesamtgröße von ca. 0,7 Hektar. Der ehemalige Steinbruch besitzt stellenweise noch Bereiche die durch den FFH-Lebensraumtyp 6210 (Naturnahe Kalk-Trockenrasen und deren Verbuschungsstadien) geprägt werden. Stellenweise sind offene Kalkschotterbereiche, die durch den ehemaligen Abbau entstanden sind, vorhanden. Durch die direkt angrenzenden Säume von Trockengebüschen und Schwarzkiefern-Mischwälder werden die schützenswerten Offenlandbereiche immer weiter zurückgedrängt. Diese dienen aber vielen seltenen und gefährdeten Arten als Lebensraum. Dazu gehören z.B. Reptilien wie Zauneidechse (Lacerta agilis), Schlingnatter (Coronella austriaca) und Blindschleiche (Anguis fragilis) sowie Vogelarten wie Dorngrasmücke (Sylvia communis), Neuntöter (Lanius collurio) und Grünspecht (Picus viridis). Außerdem konnte im Mai 2019 ein bemerkenswerter Bestand von über 60 Individuen der Orchidee Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera) auf der Fläche gefunden werden.

Im Rahmen des Projektes wurden primär die Kalkschotterbereiche von Gehölzen, wie dem Jungaufwuchs von Kiefern, befreit, sodass die Offenlandbereiche wiederhergestellt wurden. Eine eventuelle Nachpflege der Flächen wird von der Unteren Naturschutzbehörde des Kyffhäuserkreises übernommen.

Foto: Verbuschte Projektfläche vor der Maßnahmenumsetzung

Foto: Projektfläche nach der Maßnahmenumsetzung