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Kranichschutz am Helme-Stausee (Kelbra) 2020 ENL 0003

Organisation von Ablenkfütterung, Besucherlenkung sowie Erarbeitung der Thüringer Maßnahmen für ein länderübergreifendes Kranichschutzkonzept, um den Kranichschutz am Stausee Kelbra langfristig und effektiv abzusichern 2020 ENL 0003

Am nordöstlichen Rand Thüringens findet sich am Helmestausee eines der bedeutendsten Kranichrastgebiete Deutschlands. Hier können im Herbst täglich bis zu 30.000 Kraniche beobachtet werden. Als einer der letzten Trittsteine vor dem Weiterflug nach Südfrankreich, der Extremadura oder Nordafrika spielt der größte thüringische Rastplatz für schätzungsweise ein Drittel der in Deutschland rastenden Kraniche eine sehr wichtige Rolle.

Die Kraniche müssen bei ihrer Rast genügend Energie aufnehmen, um ihren Zug zu den Winterrastplätzen fortsetzen zu können. Im Rahmen des Projekts wird eine mehrwöchige Ablenkfütterung auf Ackerflächen im Umfeld des Stausees durchgeführt. Durch die gezielte Fütterung werden Fraßschäden auf den landwirtschaftlichen Flächen vermieden und die Tiere bei ihrer Futtersuche unterstützt.

Kraniche haben eine große Fluchtdistanz. Jede Störung kostet die Tiere unnötig Kraft und gefährdet unter Umständen den Weiterflug in die Winterquartiere. Um den Vögeln eine möglichst störungsfreie Kranichrast gewährleisten zu können, setzt der LPV Südharz/Kyffhäuser e.V. Kranichranger ein. Diese haben die Aufgabe, Besucher des Gebietes rund um den Stausee über die Kranichrast zu informieren und Hinweise auf eine naturschutzkonforme Vogelbeobachtung zu geben.

Unterstützt wird der Landschaftspflegeverband durch den Verein Nordhäuser Ornithologen e.V. Die Ornithologen erfassen seit über 40 Jahren die Anzahl der rastenden Kraniche. Die hohen Individuenzahlen über einen verhältnismäßig langen Zeitraum ermöglichen Einblicke, die die sehr scheuen Tiere sonst kaum gewähren. Daraus lassen sich neue Erkenntnisse über den Kranich gewinnen.

Um den Schutz der Kraniche noch zu verbessern, ist ein länderübergreifendes Projekt mit dem NABU Sachsen-Anhalt geplant.

Foto: Kraniche über dem Stausee Kelbra

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