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Hotspotprojekt

Hotspotprojekt „Gipskarst Südharz - Artenvielfalt erhalten und erleben“ (Hotspot-Region 18)

Der Südharzer Zechsteingürtel stellt das größte und bedeutendste Gipskarstgebiet Mitteleuropas dar. Als Teil der Hotspot-Region „Südharzer Zechsteingürtel, Kyffhäuser und Hainleite“ zeichnet sich das Gebiet durch eine besonders hohe Biodiversität aus. Da der Gipskarst im Südharz im Gegensatz zu vielen anderen Karstgebieten der Erde von Vegetation bedeckt ist, wird er als „Grüner Karst“ bezeichnet. Die strukturreiche Landschaft bietet eine Vielzahl von einzigartigen und komplexen Lebensräumen, sodass hier eine Vielzahl von bemerkenswerten Pflanzen- und Tierarten beheimatet sind. Zudem siedelt der Mensch bereits seit vielen Jahrhunderten in der Region und hat durch eine regionaltypische extensive Beweidung vornehmlich mit Schafen eine Kulturlandschaft geformt, in der sich artenreiche Offenlandlebensräume wie Trocken- und Halbtrockenrasen, Flachlandmähwiesen mit ausgedehnten Streuobstbeständen sowie Zwergstrauchheiden entwickelt haben, die mit Waldlebensräumen verzahnt sind. Diese Landschaften sind heute stark durch eine stetig sinkende Weide- und Mahdnutzung dieser Lebensräume und der einhergehenden Verbuschung bedroht. Auch die intensive landwirtschaftliche Produktion, der großräumige Gipsabbau und die zunehmende Versiegelung von Flächen tragen zum weiteren Verlust von Lebensräumen und Arten bei.

Im Rahmen des Hotspot-Projektes sollen Wege aufgezeigt und initiiert werden, die die einzigartige Kulturlandschaft des Thüringer Zechsteingürtels, die wertvollen Lebensräume in der Gipskarstlandschaft, eine extensive Landnutzung, das regionale Bewusstsein, naturverträglicher Tourismus und die Erzeugung regionaler Produkte gemeinsam unterstützen, fördern und nachhaltig sicherstellen können.

Für die Umsetzung des Projektes sind eine Reihe von Maßnahmen geplant:

  • Zur Erhaltung und Verbesserung der naturschutzfachlichen Qualität der Lebensräume werden eine Vielzahl von Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen durchgeführt. Besondere Aufmerksamkeit erfahren dabei die naturnahen Kalk-Trockenrasen, Streuobstwiesen, felsigen Lebensräume, Heiden, der Scheitel-Buchenwald am Kalkberg im NSG „Rüdigsdorfer Schweiz“ sowie die Ackerwildflora auf konventionell bewirtschafteten, aber noch artenreichen Ackerteilflächen.
  • Zudem sind besondere Maßnahmen für den Schutz des Feuersalamanders (Salamandra salamandra), der Gelbbauchunke (Bombina variegata) und der Gemeinen Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans) geplant.
  • Die dauerhafte Landschaftspflege in der Region kann nur durch eine extensive Weidewirtschaft gesichert werden. Im Rahmen des Projektes sollen die Tierhalter fachlich und materiell unterstützt und die zumeist ungeklärte Hofnachfolge vieler Betriebe sichergestellt werden.
  • Eine Vielzahl von Aktionen und Maßnahmen sind im Bereich der Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit geplant, um die Menschen in der Region mit den Naturschätzen ihrer Heimat vertraut zu machen, sie für den Naturschutz und nachhaltigen Konsum zu sensibilisieren und den Naturtourismus zu fördern. So wird beispielsweise ein Infomobil in der Region unterwegs sein, es werden Informationstafeln und ein Beobachtungsturm errichtet und Exkursionen, Wanderausstellungen und Aktionstage organisiert. Über das Projekt selbst und die geplanten Maßnahmen informieren zudem eine eigene Homepage und verschiedene Printmedien.
  • Die Umsetzung der geplanten Maßnahmen erfolgt in Zusammenarbeit mit verschiedenen lokalen Akteuren. So wird die regionale Entwicklung gefördert, wobei besonders die Vermarktung regionaler Produkte vorangetrieben werden soll.

Das Projekt hat eine Laufzeit von 2018 bis 2023 und wird mit insgesamt ca. 4,5 Mio. € vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)/Bundesamt für Naturschutz (BfN), dem Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz und der Stiftung Naturschutz Thüringen gefördert. Der Landschaftspflegeverband Südharz/Kyffhäuser e.V. trägt einen Eigenanteil, der vom Landkreis Nordhausen kommt.

 

Kontakt:
Landschaftspflegeverband Südharz/Kyffhäuser e.V.
Uthleber Straße 24
99734 Nordhausen OT Sundhausen
Telefon: 03631/4966978
Email: hotspot-suedharz@lpv-shkyf.de
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Aktuelles

Gesucht: Feldhamsterfreunde!

 

Der Landschaftspflegeverband Mittelthüringen setzt in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband Südharz/Kyffhäuser e.V. und der Stiftung Lebensraum Thüringen e.V. in Thüringen ein deutschlandweites Feldhamster-Schutzprojekt um. Für das Projekt werden ehrenamtliche Freiwillige jeden Alters gesucht, die Interesse haben, am Erhalt der vom Aussterben bedrohten Feldhamster mitzuwirken.

In enger Absprache mit den Landwirten vor Ort sollen die Feldhamsterfreunde nach der Ernte auf Agrarflächen in ihrer Region nach Feldhamster-Bauen suchen. Auf Flächen auf denen Feldhamster gefunden werden, können dann aus Projektgeldern finanzierte Schutzmaßnahmen umgesetzt werden.

Die Suche erfolgt immer im Team (Gruppen o. Familien dürfen zusammensuchen), unter Begleitung eines Projektmitarbeiters. Eine Einführung durch professionelle Feldhamsterkartierer wird angeboten. Benötigte Materialien werden gestellt.

Bei Interesse mitzumachen oder auch für weitere Informationen zum Projekt bzw. den Schutzmaßnahmen melden Sie sich bitte unter 03631 4966478 oder mit einer Mail an seeber@lpv-shkyf.de.

 

 

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